römische kaiserinnen porträts

4. Dezember 2020

Chr.) Obwohl sie an der politischen Karriere des Tiberius sehr interessiert war, waren Gerüchte, sie habe andere mögliche Nachfolger wie Lucius und Gaius Caesar oder Agrippa Postumus ausschalten lassen, ja sogar für den Tod ihres Gatten Augustus 14 n. Chr. Fittschen, K. and P. Zanker, Katalog der römischen Porträts in den Capitolinischen Museen und den anderen kommunalen Sammlungen der Stadt Rom III. U. Kreilinger (Hrsg. Beide Frauen wurden von der Vormundschaft befreit und erhielten völlige Freiheit, ihre eigenen Angelegenheiten selbstständig und eigenverantwortlich zu regeln. Im vorliegenden Fall fuhren die Standbilder von Augustus und Livia auf einem von Elefanten gezogenen jeweils gleichartigen Wagen in den Circus. Als Gattin des nach Antonius zweitmächtigsten Mannes im Staat rückte sie ins Zentrum der militärischen und politischen Auseinandersetzungen jener Zeit. Caligulas Schwestern, die als erste lebende Frauen mit Namen abgebildet werden, sind zugleich als Personifikationen von Gottheiten, gleichsam stereotyp statuarisch und entindividualisiert dargestellt und durch die mitgeführten Attribute ausgewiesen. Ihr städtischer Haushalt bestand aus einer Dienerschaft von etwa 150 Bediensteten. Band 3: Kaiserinnen- und Prinzessinnenbildnisse Frauenporträts. Am 27. for "Caesars and Citizens," Philbrook Art Center, Tulsa, Oklahoma, April 26-July 12, 1981, pp. Durch ihre Bautätigkeit unterstützte sie die Gesetzgebung ihres Mannes zu Ehe und Geburtenrate. [14] Den Höhepunkt ihrer Macht erreichte sie um 22 n. Chr. wurden nicht als Reaktion auf den Tod des Drusus, wie es Cassius Dio nahelegt, gefasst,[77] sondern mit der feierlichen Weihung der Ara Pacis am Geburtstag Livias verbunden. 21 (November 1966), p. 1079, ill. Antiken Heinz Herzer & Co. advertisement. [12] Sie beantragten durch ihren Provinziallandtag einen Tempel für Tiberius, seine Mutter (Livia) und die Gottheit des römischen Senats. Sie ist besonders gut auf dem hier zuerst abgebildeten Porträt der Livia, dem „Albani-Bonn-Typ“ aus schwarzem Basalt (27 v. Chr. Es spricht einiges dafür, dass Livia und Octavian am 23. So im Anschluss an Cassius Dio Baltrusch. November 43 v. Chr. Brill, 1992). Auf der rechten Hand hält sie den Porträtkopf des vergöttlichten Ehemanns. beendete Octavian mit dem Sieg über Antonius und Kleopatra die Bürgerkriege und erfüllte damit den wichtigsten Auftrag der Lex Titia von 43 v. Chr. Zur Rezeption griechischer Götterbilder in der römischen Kunst (Saarbrücken 1997); P. Zanker, Eine römische Matrone Doch rügt er an ihr, dass sie im Hinblick auf ihren eigenständigen Haushalt den Wirkungskreis einer altrömischen Matrone entscheidend überschritt, indem sie sich als zu leutselig erwies. G. Lahusen, Römische Bildnisse. Da Schutz und die Hilfe des Patrons erst auf Bitten des Klienten aktiviert werden konnten, musste der Patron zugänglich sein, damit dieses System gegenseitiger Unterstützung funktionierte. [177] Nach dem Tod des Augustus trat sie als Mutter des Nachfolgers für 15 Jahre noch stärker ins Rampenlicht der Politik. Der Triumvirat wird als eine „Dreier-Diktatur“ definiert, weil das Volk mit der Lex Titia die gesamte Gewalt über die Res publica und das römische Weltreich in die Hände der Triumvirn gelegt und sich damit selbst entmachtet hatte. Bestätigt wird dieser Eindruck dadurch, dass beide Bauten an Livias Geburtstag eingeweiht wurden. Sie war von nun an eine reine Diktaturgewalt, da automatisch der Anteil des ausgeschiedenen Triumvirn dem übrig gebliebenen zuwuchs. Dem von ihr gezeichneten Bild entspricht genau der Eintrag in der spätrepublikanischen Spruchsammlung des Publilius Syrus (85): „Eine sittsame Frau beherrscht den Gatten durch Gehorsam“. Daraus kann geschlossen werden, dass Augustus seine Ehefrau nicht wie Antonius Kleopatra öffentlich präsentieren wollte, sondern sie nach dem Sieg über Ägypten auf eine außeröffentliche Rolle festlegte, die dem Ideal der Matrone, das heißt der ehrbaren römischen Ehefrau der Republik, entsprach. zur Doppelschlacht von Philippi gekommen, in der die Heere der Caesarmörder den Triumvirn Marcus Antonius und Octavian unterlagen. dezidiert von der domus Caesarum et Liviae[89]. [85], Livia hatte ferner das Recht, ihr großes Vermögen ohne Vormund selbstständig zu verwalten. Augustus war der Schöpfer des Prinzipats, der die Alleinherrschaft eines alle anderen an Charisma und sozialer Ansehensmacht überragenden Princeps mit republikanischen Traditionen und Rechtsformen verband. vittae, die zugleich eine verheiratete Frau charakterisieren. [159], Als Livia Drusilla – vermutlich im Oktober 38 v. Chr. Chr. Januar, weihte,[179] so galt diese Ehrung Livia als Trägerin der dynastischen Legitimation der Monarchie. zu verbinden, als man Livia zur Reichsmutter zu stilisieren begann. Januar 42 n. Chr. Hochzeit mit Tiberius Claudius Nero 43 v. Chr. Chr. stellte er schrittweise die Ordnung des Staates wieder her, um dann am 13. no.. Fittschen, Klaus, and Paul Zanker. Danach muss die Hochzeit drei Monate früher, als im Festkalender offiziell angegeben, stattgefunden haben, also Mitte bis Ende Oktober 39 v. Chr. Es war ihm klar geworden, dass man hohe Staatsämter ohne Zustimmung der Triumvirn nicht erlangen konnte. [9] Richmond: 1980, pp. Die beiden Frauen der Triumvirn Octavian und Antonius, Livia und Octavia, standen seit der Entmachtung des Lepidus 36 v. Chr. In der Öffentlichkeit spiegelte er sich in dem Recht wider, dass ihr fortan ein Liktor zustand, der ihr bei allen öffentlichen Anlässen mit dem Rutenbündel vorausschritt. ließ sich Antonius in aller Form von Octavia scheiden. Suetons Schilderung lässt sich kaum noch an Dramatik überbieten: Erst Claudius, Enkel des Tiberius C. Nero und der Livia, dritter Kaiser nach Augustus, ließ ihr knapp ein Jahr nach seinem Herrschaftsantritt am 17. Ehrungen, die ihm Senat und Volk von Rom beschlossen, dienten der Überhöhung dieser persönlichen Stellung: So wurden ihm die Sacrosanctitas eines Volkstribunen und das Recht, auf der Volkstribunenbank zu sitzen, übertragen. This image is available for download, without charge, under the Getty's Open Content Program. Sie entschuldigten sie mit politischen Zwecken, d. h. Das Porträt zeigt häufig nur das Gesicht der Person. Exh. ), Sesnon Art Gallery, University of California at Santa Cruz, February 20-April 9, 1980, and Loyola Marymount University Art Gallery, October 14-November 11, 1980. 3. durch zusätzliche Sonderrechte erweitert, nachdem Octavian das Konsulat niedergelegt hatte. Zuletzt hat daher die Alt- und Kulturhistorikerin Christiane Kunst in der neuesten Biographie zu Livia von 2008 „Das Leben der öffentlich sichtbaren oder, anders gesagt, der für die Öffentlichkeit sichtbar gemachten Person fast ausnahmslos als Livias Leben“ dargestellt. 134-35, no. Damit führt er das Gerücht ad absurdum. Grundlegend revidierte und erstmals vollständige Neuausgabe, hrsg. [121], Des Princeps Tod 14 n. [120] Wenn überhaupt, war Livia allenfalls in die Ermordung des Agrippa Postumus, des 12 v. Chr. Sie selbst wurde Priesterin des Divus Augustus. In diesem Urteil sind sich die antiken Autoren einig: Valerius Maximus bescheinigt ihr insbesondere Keuschheit in der Öffentlichkeit (pudicitia). [78] Den erneuten Prestigezuwachs spiegelt der erwähnte Porträttypus der Monumentalstatue der Livia als segenspendende Göttin Ceres wider. In collaboration with Sandra Knudsen Morgan. [144] Als man vorschlug, der Monat September solle nach ihm in Tiberius und der Monat Oktober nach Livia in Livius umbenannt werden,[145] lehnte Tiberius erneut ab, um nicht eine Gleichrangigkeit mit seiner Mutter akzeptieren zu müssen. [45], Livia und der Umbruch vom Duovirat zum Principat (36 v. bis 27 v. [134], Andererseits hatte sie schon zu Lebzeiten des Augustus im Osten des römischen Reiches göttliche Verehrung erhalten,[135] die nach dessen Tod und ihrer Erhebung zur Augusta auch im Westen immer mehr um sich zu greifen begann. Dass die Ehe 52 Jahre bis zum Tode des Augustus hielt, war für die damalige Zeit außergewöhnlich, zumal Livia wegen einer mit schweren Komplikationen verbundenen Frühgeburt Augustus’ Wunsch nach einem Kind nicht erfüllen konnte. hatte sich Antonius faktisch von Octavia zu Gunsten seiner neuen Geliebten, der ägyptischen Königin Kleopatra, getrennt und damit den Bruch zwischen den beiden Triumvirn vorweggenommen. Der Aufstieg des jungen Caesar Oktavian vom Triumvirn zum Princeps und damit mächtigsten Mann des römischen Reiches war auch ihr eigener. [1] Im Geburtsjahr Livias zählte der Januar noch 28 Tage, so dass sie wohl am 27. in die julische Familie adoptiert und erhielt den Augusta-Titel. Dementsprechend lautete der offizielle Name des Tempels, in dem die Kultbilder des Kaiserpaares untergebracht waren, templum Divi Augusti und Divae Augustae („Tempel des vergöttlichten Augustus und der vergöttlichten Augusta“). Ronald Syme, Die römische Revolution. [129] Dieses Ehrenrecht genossen bisher allein die Vestalinnen, die Priesterinnen der Vesta. Grausame Frauen der Weltgeschichte 2005 in die Galerie jener Frauengestalten ein, die durch ihre Blutrünstigkeit und Machtbesessenheit Geschichte schrieben. ; 29 n. Chr. Skandalös daran war, dass er genau an dem Tag bei ihr eintraf, als das erste gemeinsame Kind, Iulia, geboren wurde. Dazu und zur Frage eines politischen Hintergrunds der Heirat Christiane Kunst, Velleius 2,79,2; vgl. [32], Aufgrund dieser Machtkonzentration ihrer Männer rückten die Frauen der Triumvirn weit stärker in die Öffentlichkeit, als das bisher für die weiblichen Angehörigen der republikanischen Adelshäuser der Fall war. als faktische Monarchie in den Rechtsformen der Republik definieren.[54]. Livias Mutter Alfidia gehörte der landstädtischen Munizipalaristokratie an. Jahrhunderts v. Chr. ... Kaiserinnen- und Prinzessinnenbildnisse. Von Livia stammen vier Kaiser ab: Sie war die Mutter des Tiberius, die Großmutter des Claudius, die Urgroßmutter Caligulas und die Ururgroßmutter Neros. [25] Die Heirat verstärkte enorm Octavians Basis in der alten Aristokratie. [19] In Wirklichkeit muss Drusus im dritten Monat nach der Hochzeit geboren worden sein. Boreas 7 (1984), p. 91, no. Doch hütete sie sich, ihren Reichtum nach außen durch Verschwendung oder üppigen Lebenswandel zur Schau zu stellen. Januar 38 v. Chr. ; † 29 n. Chr. [28] Dass ihr erster Ehemann bei der Hochzeit anwesend war und eine wichtige Rolle bei der Zeremonie spielte, untermauert, dass er der Bitte entsprochen hatte, um sich dem starken Mann in Rom zu verpflichten. erhielt der Triumvirat „zur Neuordnung des Staates“ durch die Lex Titia eine gesetzliche Grundlage. Er gehe davon aus, dass zwar die einmalige Annahme solcher Ehren Verständnis gefunden habe, „sich aber in allen Provinzen in Standbildern der Götter verehren zu lassen, ehrgeizig und überheblich sei.“[143] Keinem Senator wird die Kritik entgangen sein, die Tiberius, ohne ihren Namen ausdrücklich zu erwähnen, an seiner Mutter übte: In ihrem „Ehrgeiz“ fördere sie die Tendenz, flächendeckend im ganzen römischen Reich als Göttin verehrt zu werden. Google Scholar 112. Sie züchtete auf dem Gut weiße Hühner, denen man magische Bedeutung zumaß. Delbrueck, R., 'Porträts byzantinischer Kaiserinnen', Mitteilungen des Kaiserlich Deutschen Archäologischen Instituts, Römische Mitteilungen 28 , Berlin 1913, 347-50 MacClanan, A., Representations of Early Byzantine Empresses. Richard Delbrueck, “Portraets byzantinischer Kaiserinnen,” Mitteilungen des kaiserlich deutschen archäologischen Instituts, Römische Abteilung 28 (1913): 310–52. ), Die Triumviratszeit war eine Epoche des Übergangs von der Adelsrepublik zur Monarchie. fest, drei Tage nach der Geburt des Drusus, die Sueton in der Biographie des Kaisers Claudius auf den 14. Chr. Ohne den Dispens durch den Senat hatte das ius liberorum keinerlei rechtliche Relevanz für eine Erbeinsetzung. August 30 v. Chr. Chr.) penetriere? So muss bei allen politischen Motiven der Eheschließung auch gegenseitige Liebe und tiefer Respekt im Spiel gewesen sein. 62 κ.ε.) Sie waren vielfach künstlerische Meisterwerke, wurden jedoch selten aus rein künstlerischen Gründen erschaffen, sondern als wichtiges Mittel kaiserlicher Selbstdarstellung. [139] Die Formulierung zeigt, dass Kaiserin Livia als gleichrangig mit Kaiser Tiberius eingeschätzt wurde. Corpus Signorum Imperii Romani: Great Britain, vol. [114] Auch Tacitus, der insgesamt in seinem Werk von ihr ein negatives Bild zeichnet, muss zugeben, dass ihr Betragen untadelig war. 6 There is much that is erroneous here: the dimensions are exaggerated and the order is certainly not Doric. Sueton verdanken wir die Nachricht, dass sich Augustus sehnlichst Kinder von Livia wünschte, aber keine von ihr bekam. Dass Livia den Kult der Concordia, der Göttin des Familienlebens, so sehr am Herzen lag, entsprang ihrem Engagement für Ehe und Familie. [67] In einem Brief nimmt sein Schwager Marcus Antonius das Liebesleben Octavians vor 32 v. Chr. Katalog der römischen Porträts in den Capitolinischen Museen und den anderen kommunalen Sammlungen der Stadt Rom. Oder macht es einen Unterschied, wo und bei welcher du Erektionen bekommst? Sie ist meine Frau. Frauenporträts, BeitrESkAr 5 (Mainz 1983) 30 Cat. Ihre 35 v. Chr. März jenes Jahres nach Auskunft des Festkalenders aus Praeneste beim Marcellustheater dem Divus Augustus ein Standbild: „Eine Statue für den vergöttlichten Augustus, den Vater, ließen Iulia Augusta und Ti(berius) Caesar am Theater des Marc[ellus] aufstellen.“[140] Der Eintrag in den Kalender beweist, dass es sich dabei nicht mehr um eine private Weihung handelte. Aus diesem Anlass veranstaltete er in aller Öffentlichkeit ein Bankett. Wie die neue Staatsordnung des Augustus ewig bestehen soll, so wurden auch die Bilder der Herrscherfamilie alterslos gestaltet und Livias Porträt dem ihres Ehemannes angeglichen. 3. Diese Seite wurde zuletzt am 29. München: Verlag C.H.Beck, 1997, p. 173. Januar datiert. Bei der Nodusfrisur werden die Kopfhaare von hinten nach vorne gekämmt und auf der Stirn zu einer Welle, dem Nodus, umgeschlagen. Auf Veranlassung oder mit Duldung Octavians wurden ihnen 35 v. Chr. Livia wurde folglich mit der Göttin Vesta identifiziert, die sie bereits zu Lebzeiten auf einer Inschrift von Lampsakos verkörpert hatte. In seinem Tatenbericht rühmt sich Augustus, er habe in seinem sechsten Konsulat (28 v. Richard Delbrueck, “Portraets byzantinischer Kaiserinnen,” Mitteilungen des kaiserlich deutschen archäologischen Instituts, Römische Abteilung 28 (1913): 340 [310–52]. Sie übernimmt im Osten allgemein und in Ägypten speziell die übliche Funktion einer Königin bzw. Die Koppelung von Tradition und Innovation sollte den Prinzipat den alten aristokratischen Eliten und dem Volk erträglich machen. dieses Sonderrecht zuerkannt worden. Januar, der ihr offizielles Geburtsdatum wurde. 4. Januar 58 v. zu einem vollen Erfolg werden. [147] Doch übersehen die genannten Autoren, welch großen Vorteil Tiberius besonders in den ersten zehn Jahren seiner Regierungszeit, als sein Prinzipat noch nicht gefestigt war und den Führungswechsel überstehen musste, von dem Ansehen Livias und ihrem geschickten Umgang mit alten und neuen Freunden der kaiserlichen Klientel bezog. Zu den Porträts des Tiberius Claudius und der Octavia Claudia, Römische Mitteilungen 98: 373-395. aufs Korn: Was hat dich denn so verändert? Ende 33 v. Chr. [79] Zwar wird jeder Anschein einer Erhöhung des Augustus, die der Tradition der Res publica widersprach, vermieden. Januar 27 v. Chr. [148], In zwei Stufen versuchte Tiberius die Macht seiner Mutter zu beschränken. 54-55, no. Nach dessen Tod wurde sie Iulia Augusta genannt und trug als erste Römerin den kaiserlichen Titel Augusta. [146] Das entsprach seiner Denkart, da er auch für seine Person übermäßige Ehren ablehnte. [102] Es war das Fest der Mater Matuta, an dem auch deren Tempel am Forum boarium[103] und das Heiligtum der Fortuna Virgo[104] geweiht worden waren. Wenn Porträts eindeutig zugewiesen sind, wie bei Agrippina maior oder Antonia minor, sind die Abgebildeten bereits tot. [55] Auch in den Städten Kleinasiens wird Livia auf Münzen häufig im hellenistischen Doppelporträt mit Augustus zusammen als Königspaar abgebildet und bereits zu dessen Lebzeiten als Augusta tituliert. Weltkunst 36, no. [97] Sie rundete damit die Bemühungen ihres Mannes ab, die zahlreichen Sakralbauten Roms wiederherzustellen, die in den Wirren der Bürgerkriege vernachlässigt und dem Verfall preisgegeben worden waren. noch gleichrangige Sonderstellung wich bald darauf einer absoluten Vorrangstellung Livias und des iulisch-claudischen Hauses gegenüber den Frauen aller übrigen republikanischen Adelshäuser. Chr. überragte ich alle übrigen an sozialer Ansehensmacht (Auctoritas), an Amtsgewalt (Potestas) aber besaß ich nicht mehr als die anderen, die auch ich im Amt zu Kollegen hatte.“ Die Verfassungswirklichkeit einer Monarchie bestand also seit 27 v. Chr. Livia aber datierte ihren Geburtstag nicht neu, sondern blieb bei der Formulierung „am dritten Tag vor den Kalenden“. Den Namen erklärt die Legende so: Als Livia gleich nach ihrer Hochzeit mit Augustus ihr Landgut besuchte, flog ein Adler an ihr vorüber mit einem weißen Huhn, das einen Lorbeerzweig im Schnabel hielt, und ließ es, so wie er es geraubt hatte, in ihren Schoß fallen. Vielleicht war sie am lukrativen stadtrömischen Baugeschäft beteiligt.[91]. Das positive Urteil über Livias Leben vermitteln vor allem die Quellen der augusteischen Zeit. 798 (September 1969), p. liii, ill. Erhart, Patricia, Jiri Frel, Sandra Morgan, and Sheldon Nodelman. [156] Elefanten zu besitzen, war ein Vorrecht nur der Kaiser. Chr.) Außerdem dienten sie dazu, aller Welt zu zeigen, wie Augustus Livia als höchste weibliche Repräsentantin dieser Familie ins Bild gesetzt sehen wollte, um den dynastischen Anspruch seines Hauses optimal zu propagieren. Hochhuth machte Octavian statt Claudius Nero zum Vater von Livias zweitem Sohn Drusus und folgerte: Livia habe sich mit ihrem ersten Ehemann Claudius Nero abgesprochen, sich zu Octavian ins Bett zu legen und von ihm schwängern zu lassen; denn sie hätten konspirativ den Plan gefasst, an „Octavian Rache zu nehmen, an den Mördern ihres Vaters, indem sie dessen Enkel Tiberius an den Enkeln des Kaisers vorbei den Weg zum Thron freimacht....frei mordet“. [128] Dass eine Frau Priesterin eines männlichen Gottes werden konnte und ihm zu Ehren Opfer vollzog, war einmalig in Rom. Syme lieferte bei seiner Einschätzung wohl die einprägsamste Analyse der Verbindung zwischen Livia und Octavian im Jahr 39 v. Mit der Wahl des Weihedatums verband Livia Concordia mit den beiden Gottheiten der Heirat und der Familie. Δύο παλαιά άρθρα , το ένα του K. Wessel (Römische Frauenmfrisuren von der Severischen bis zur Konstantinischen Zeit, AA 1946-47, στ. Nach dem Grundsatz: Viel Feind, viel Ehr bestätigt das negative Liviabild der nachaugusteischen Geschichtsschreibung eher das positive der augusteischen Zeit anstatt es zu widerlegen: Livia war und bleibt die erste und bedeutendste aller römischen Kaiserinnen. Berlin 1963. v. Friedrich W. Eschweiler und Hans G. Degen, Stuttgart 2003, S. 246. [44] Vollenweider, Marie-Louise. Ronald Syme, Die römische Revolution. Doch Octavian setzte eine Sondererlaubnis des Priesterkollegiums der Pontifices durch. [107] Sie begleitete ihn auf allen Reisen,[108] so in den Orient 30/29 v. geradezu als lebende Inkarnation gesellschaftlicher und moralischer Erneuerung. B. an Vesta oder Demeter, ist hier ebenfalls üblich. Augustus hatte aus gutem Grund seinem Adoptivsohn, dessen menschenscheues und abweisendes Wesen ihm gut bekannt war, die populäre Livia zur Seite gestellt. den Prinzipat begründete, bis Herakleios, dessen Herrschaftszeit 610–641 (ab 613 gemeinsam mit Konstantin III.) November 1966 in München (Haus der Kunst.)" Es hat viel für sich, die Statue wegen des betont mütterlichen Aspekts des Liviaporträts mit der Adoption des Tiberius durch Augustus im Jahr 4 n. Chr. Geburtstag, verstarb Augustus in den Armen Livias mit den Worten: Livia, gedenke in deinem weiteren Leben unserer Ehe und sei gegrüßt! Und doch wird in der Übertragung und Verlängerung dieser Amtsgewalten durch Gesetz von Senat und Volk von Rom ein Stück Souveränität der Träger der alten Res publica (= Senatus populusque Romanus, SPQR) sichtbar. Dieses Privileg bedeutete eine große Auszeichnung, da es Livia und Octavia über den Status einer üblichen Matrona, das heißt verheirateten Frau, weit hinaushob. [5] Wie es allgemein üblich war, erhielt seine Tochter, die nach der Adoption geboren wurde, den Familiennamen des neuen Geschlechts als Name: Livia, mit dem Beinamen in der zärtlichen Koseform Drusilla. Chr. 56, ill. Frel, Jirí. (note 6), p. 31 If., 349. Die Mehrheit der Forscher interpretiert die Quellen dahin, dass die herrschsüchtige Livia eine unerträgliche Last für die Regierungszeit des Tiberius dargestellt habe. Beide waren davon überzeugt, dass nur durch Rückbesinnung auf die Götter die Weltherrschaft Roms garantiert und der Niedergang durch den Wiederaufbau der Tempel aufgehalten werden könnte.[99]. [86] Zu ihren ausgedehnten Besitzungen gehörte ein Bergwerk in Gallien, in dem eine besondere Art von Kupfer abgebaut wurde. Das positive Urteil über Livia, das die zeitgenössische Überlieferung prägte, schlug in der nachaugusteischen Geschichtsschreibung, vor allem bei Tacitus, in das entgegengesetzte Bild einer skrupellosen Machtpolitikerin und Giftmörderin um. Katalog der römischen Porträts in den Capitolinischen Museen und den anderen kommunalen Sammlungen der Stadt Rom. Arata, F., ... Katalog der römischen Porträts in den Capitolinischen Museen und den anderen kommunalen Sammlungen der Stadt Rom 3. Updates and additions stemming from research and imaging activities are ongoing, with new content added each week. Katalog der römischen Porträts in den Capitolinischen Museen und den anderen kommunalen Sammlungen der Stadt Rom, Band III, Kaiserinnen- und Prinzessinnenbildnisse, Frauenporträts, Beiträge zur Erschliessung hellenistischer und kaiserzeitlicher Skulptur und Architektur by Klaus Fittschen, Paul Zanker (pp. Am dritten Tag vor den Kalenden, dem Monatsbeginn, des Februar 58 v. Chr. Januar. Griechische, Etruskische und Römische Kunst I." K. Fittschen – P. Zanker, Katalog der römischen Porträts in den Capitolinischen Museen und den anderen kommunalen Sammlungen der Stadt Rom 3. Im letzten Lebensjahr des Kaisers Nero schlug ein Blitz in das Heiligtum der Kaiser ein und riss der Statue des Augustus sein Zepter aus den Händen. Porträts); E. D'Ambra, The Calculus of Venus: Nude Portraits of Roman Matrons, in: N. B. Kampen (Hrsg. Welcome to the Art Institute’s online scholarly catalogues. [118] Als dann 4 n. Chr. Dass die Ehe 52 Jahre bis zum natürlichen Tode des Augustus halten sollte, ist für die damalige Zeit außergewöhnlich, denn in den aristokratischen Kreisen wurden Ehen meist nicht auf Lebenszeit geschlossen, sondern waren ein bewährtes Mittel, um kurzlebige politische Bündnisse personal abzusichern. Dadurch leistete sie einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung des neuen Herrschaftssystems. brachte Livia auf dem Palatin, der bevorzugten Wohngegend der republikanischen Aristokratie in Rom, ihren ersten Sohn zur Welt. September 14 n. Chr. [94] Ihr immenser Reichtum versetzte Livia in die Lage, durch Freigebigkeit – ganz wie Augustus – Dankbarkeit und Anhänglichkeit zu gewinnen. Machtkämpfe im antiken Rom. See also Elisabeth Alföldi-Rosenbaum, Portrait Bust of a Young Lady of the Time of Justinian, MMAJ 1 (1968), p. 25f. [122] Sie setzte die sterblichen Überreste ihres Gatten in seinem Mausoleum auf dem Marsfeld bei. Dass ich die Königin (= Kleopatra VII.) Konsul wurde. Dagegen legen Inschriften dieses Ereignis auf den 17. B. der Fruchtbarkeitsgöttin Ceres angeglichen. Spivey, Nigel and Squire, Michael. Dieser fiel nun im neuen Kalender auf den 30. Columbia Studies in the Classical Tradition, vol. aufgrund seines Sonderstatus als römische Provinz unter der persönlichen Gerichtsbarkeit des Princeps stand, hat Augustus ohne Zweifel persönlich Münzen mit dem Bild Livias autorisiert. Erwerbungen der Antikenabteilung 1961 - 1963. Zunächst nahm er ihr „jeden Einfluss auf die öffentlichen Angelegenheiten, überließ ihr jedoch die Leitung der häuslichen Geschäfte“, wie Cassius Dio berichtet. [10] in Rom), meist nur kurz Livia genannt, war die langjährige dritte Ehefrau des römischen Kaisers Augustus. Zu den Tatsachen von großer historischer Bedeutung gehört, dass Livia bis zu ihrem Tod 29 n. Chr. sogar den Sprung in ein Prätorenamt. September 39 v. Chr. ), Louvre Paris, zu erkennen. Diesen Aspekt betont besonders die Monumentalstatue aus dem Louvre-Museum von Paris, die Livia mit Nodusfrisur und der traditionellen Matronentracht[64] der lebenspendenden Göttin Ceres mit Ährenbündel und Füllhorn angleicht. [95] Und der Princeps trug Gewänder, die unter Aufsicht seiner Frau im eigenen Haus hergestellt worden waren. Archäologischer Anzeiger 84, no. [38] sind nur noch Porträts von Kaiserinnen überliefert, bei deren Darstellungen vor allem die Insignien ihres Ranges ins Bild gesetzt werden. Grundlegend revidierte und erstmals vollständige Neuausgabe, hrsg. Livia war gerade 15 Jahre alt, während Claudius Nero wegen der an die Ämterlaufbahn gebundenen Altersstufen mindestens 26 Jahre älter als seine Frau gewesen sein muss. Liz James, Empresses and Power in Early Byzantium (London: Leicester University Press, 2001). Winkes, Rolf. Es ist daher äußerst schwer, Realität und Fiktion voneinander zu trennen. [105] Deutlicher als im Falle des Concordia-Tempels hat Ovid in seinem Bericht über die Erneuerung des Tempels der Bona Dea auf dem Aventin Livias Absichten hervorgehoben. Zu den Frauen, die auf diese Weise zusätzlich privilegiert wurden, gehörte nun auch Livia, die 9 v. Chr. Le monde des Césars: Portraits romains (Geneva: Musée d'art et d'histoire de Genève 1982), p. 71; pls. die lebenslange tribunicia potestas kumulierte, die vom Amt losgelöst und dadurch mit dem republikanischen System unvereinbar waren. [160] Wenn Kaiser Caligula später Livia Odysseus im Unterrock titulierte,[161] so setzt das ein außergewöhnliches Maß an politischen und geistigen Fähigkeiten bei ihr voraus. In dieser Funktion setzte er ganz auf Marcus Antonius, den mächtigsten Mann im Triumvirat, und unterstützte im Perusinischen Bürgerkrieg dessen Ziele. [119] Ihre Mutterrolle wurde durch die Entscheidung des Augustus neu akzentuiert und weiter aufgewertet: Sie sollte von nun an nicht mehr allein als Gattin des Princeps und Mutter eines erfolgreichen Generals gelten, sondern auch als Mutter eines künftigen Princeps. Von ihrem Enkel, Kaiser Claudius, nach ihrem Tod zur Göttin erhöht, wurde sie ab 42 n. Chr. (Leiden: E.J. Kaiserinnen- und Prinzessinnenbildnisse Frauenporträts, vol. [24] Doch allein erklärt dieses Motiv nicht, weshalb Octavian Livia so überstürzt heiraten wollte. Sein Anteil an der Triumviralgewalt wurde auf die beiden verbliebenen Triumvirn übertragen. Im privaten, aber auch öffentlich-repräsentativen Raum verkörperte Livia die sittenstrenge römische Matrona, ohne in Roms öffentlichem Leben politische Ambitionen zu entfalten. [132] Ihr offizieller Name lautete fortan Iulia Augusta. Livia als lebende Inkarnation traditioneller Werte und Moralvorstellungen der wiederhergestellten Republik und die gleiche Livia als Verkörperung dynastisch-monarchischer Bestrebungen – das enthüllt den unauflösbaren Widerspruch ihrer öffentlichen Position und musste zwangsläufig zu einer „gebrochenen“ Biographie führen; denn je größer vor allem in der Zeit nach dem Tod des Augustus ihre Bedeutung als Trägerin der dynastische Legitimation eines monarchischen Systems wurde, umso mehr wurde sie Zielscheibe der antimonarchischen Geschichtsschreibung und als machtbesessene Intrigantin und Giftmörderin diffamiert. August 30 v. Chr. 184-5, no. Das neue Bild sollte im ganzen römischen Reich die veränderte Rolle Livias als Witwe und Priesterin des vergöttlichten Gatten bekannt machen. [7] Wegen dieser Parteinahme und um sein großes Vermögen einzuziehen setzten die Triumvirn Octavian, Marcus Antonius und Lepidus Ende Oktober 43 v. Chr. Im letzten Satz des Kapitels 34 seines Tatenberichts stellt Augustus zusammenfassend seine Sicht über das Wesen des Prinzipats dar: „Seit dieser Zeit (27 v. [3] Diese waren zwar keine Patrizier, sondern Senatoren plebeischer Herkunft. Die zeitliche Befristung dieses sogenannten Imperium proconsulare maius und die Notwendigkeit, es immer wieder von Senat und Volk gesetzlich verlängern zu lassen, blieben unberührt. Diva Augusta genannt. Noch bevor Livia ihr erstes Kind zur Welt bringen konnte, beging ihr Vater Selbstmord: Zwei Monate vor ihrer Niederkunft war es im September 42 v. Chr. Das war alles in allem ein äußerst brisantes politisches Problem; denn in der Verfassungswirklichkeit war der Prinzipat eine Militärmonarchie, in der Verfassungsform und Rechtstheorie aber beharrten Augustus und auch Tiberius darauf, dass die Republik wiederhergestellt sei. Er führte mit ihr Gespräche von gewichtigem Inhalt, und zwar anhand von Aufzeichnungen aus seinem Notizbuch, um auf Grund der Umstände nicht zu viel oder zu wenig zu sagen. [46] Diese Brüskierung seiner römischen Ehefrau führte, als Octavian noch dazu den skandalösen Inhalt des Testaments des Antonius mit seinen Klauseln zu Gunsten der Kleopatra und ihrer gemeinsamen Kinder publizierte, zu einem jähen Stimmungsumschwung der öffentlichen Meinung in Rom (consensus universorum)[47] und ließ die Strategie von 35 v. Chr. ehrte Augustus Livia durch Privilegien, die ihre Mutterrolle stärker betonten: Im Rahmen seiner Ehe- und Sittengesetze[73] verlieh er ihr das ius trium liberorum, eine von ihm neu geschaffene Auszeichnung, die Müttern von drei lebendgeborenen Kindern zustand. Zu der Verbindung republikanischer Traditionen und Rechtsformen mit der Wirklichkeit einer neuen Monarchie als Wesensmerkmal des Prinzipats vgl. Als römische Kaiserporträts werden Bildnisse der Kaiser des Römischen Reichs bezeichnet. So tief ging der Bruch zwischen Mutter und Sohn, dass Tiberius sogar die offizielle Erhöhung Livias zur Gottheit, die der Senat vorgeschlagen hatte, verweigerte. Mainz am Rhein: von Zabern, 1983. So wurde sie in Antequaria (Anticaria) in der südspanischen Provinz Baetica als genetrix orbis (= Gebärerin des Erdkreises) kultisch verehrt.

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